Jahrestagung der Historischen Kommission für die böhmischen Länder zusammen mit dem Leibniz Zentrum für Archäologie, Mainz – im Landesamt für Archäologie Sachsen, Dresden am 14. Juni 2024 ///


Der Silberbergbau begründete vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit den Reichtum der Herrscher Böhmens und Sachsens und prägte zusammen mit dem Abbau von Buntmetallvorkommen wie insbesondere von Zinn Landschaft, Wirtschaft und Kultur (nicht nur) des böhmisch-sächsischen Grenzgebietes.
Die historische Bedeutung des Bergbaus zeitigte in der Vergangenheit zahlreiche Publikationen aus den Federn von Historikerinnen und Historikern aus der Tschechoslowakei bzw. Tschechien und Deutschland. Neuen Schub erhält die Forschung jetzt durch die Montanarchäologie, die im Rahmen der Projekte ArchaeoMontan und ArchaeoTin mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen und dem Institut für archäologische Denkmalpflege in Most seit 2012 grenzüberschreitend neue Themen in der Erforschung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bergwerke des sächsischen und böhmischen Erzgebirges setzt und so einen Impuls zur Neubewertung der Zeit des sog. ersten und zweiten Berggeschreys gibt.
Die Tagung »Bergbau im böhmisch-sächsischen Grenzgebiet« will die Ergebnisse der aktuellen Forschung präsentieren und in den Diskurs der bohemistischen Forschung hineingeben. Sie rückt ein altes Thema neu in den Fokus des Interesses und zeigt zugleich das Potenzial grenzüberschreitender denkmalpflegerischer Forschung.

Hier das Programm

Foto: Das Landesamt für Archäologie in Sachsen, Dresden / Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 3.0 DE https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en, via Wikimedia Commons