Die Arbeitsgruppe „Visuelle Medien im deutsch-tschechischen Kontext“ der Historischen Kommission für die böhmischen Länder e.V. wurde 2013 gegründet. Sie besteht vor allem aus Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die sich mit visuellen Medien im weitesten Sinn (Bildender Kunst/Karikatur/Fotografie/Bildpublikationen/Film/Fernsehen/digitale Medien usw.) mit Fokus auf die böhmischen Länder und deutsch-tschechische Beziehungen befassen. Die AG bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch und will interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet anregen und fördern. Interessierte sind herzlich willkommen, bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
AG-Leitung
Dr. Sarah Scholl-Schneider
Dipl.-Kulturwirtin Theresa Langer
Kontakt
Dipl.-Kulturwirtin Theresa Langer
E-Mail: theresalanger(at)gmx.de
Das Gründungstreffen der AG Visuelle Medien im deutsch-tschechischen Kontext erfolgte am 8. März 2013, im Oktober desselben Jahres übernahm die Historische Kommission für die böhmischen Länder e.V. die Schirmherrschaft über die AG. Gerne begrüßen wir weitere Interessierte in unserer deutsch- und tschechischsprachigen Arbeitsgruppe. Bitte melden Sie sich und geben Sie Ihr Forschungsthema an bzw. welchen Aspekt Sie auf den Arbeitstreffen diskutieren möchten. In einem gewissen Rahmen können die Fahrtkosten, die durch die Teilnahme an den AG-Treffen anfallen, erstattet werden.
Der Workshop „Bildpolitik – Grenzen des Darstellbaren. Fotografie und Karikatur in den böhmischen Ländern und in Deutschland“ der Historischen Kommission für die böhmischen Länder e.V. im November 2012 in Mainz zeigte den Bedarf nach einem Forum zur Diskussion von Fragen der visuellen Medien im deutsch-tschechischen Kontext1. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus NachwuchswissenschaftlerInnen bietet nun das benötigte Forum. Jährlich finden zwei eintägige Workshops statt, auf denen eigene Thesen, Konzepte und Texte, die visuelle Medien im deutsch-tschechischen Kontext betreffen, kritisch diskutiert werden.
Dabei wird der Ansatz vertreten werden, Bildmedien (Fotografie, Karikatur, Film etc.) nicht ausschließlich als Dokumente zu behandeln, die reagieren und Geschehenes abbilden, sondern gleichermaßen als Konstrukteure von Wirklichkeit: Visuelle Produktionen und Inszenierungen schaffen einen Orientierungsrahmen für die Wahrnehmung der Umwelt und tragen dazu bei, Einstellungen, Welt- und Geschichtsbilder zu generieren.
Es wird beabsichtigt, auf den Workshops die Wissenschaftsdiskurse der Visual Culture, Bildgeschichte etc. im deutschen Sprachraum sowie in Tschechien zu erörtern. Die aktuell vorhandenen Forschungsschwerpunkte sollen herausgestellt und Desiderata benannt werden. Zu den Interessensgebieten der Arbeitsgruppe zählen die Themenkreise:
- Bildmedien im privaten Gebrauch
- Bildjournalismus und Propaganda
- Visuelle Diskurse
- Kollektive Bildgedächtnisse
- Bildpolitik und ihre Steuerungsinstanzen